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Keine Kerwe 2020????

Fliegende Strohhüte bei der Anstatt-Kerwe 2020.

Was für ein merkwürdiges Jahr! Was für eine denkwürdige Rohrbacher Kerwe 2020! Sie, besser: ihre Absage, wird sicher in die Geschichte unseres Stadtteils eingehen. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Schon gar nicht von einem fiesen Virus.

Wir sind noch da und mit uns ist weiter zu rechnen!

Turnerbund, Sängereinheit, Kirchengemeinden und Stadtteilverein haben deswegen phantasievolle und phantastische Aktionen durchgeführt, um die kerwelose Zeit bis 2021 wenigsten ein bisschen erträglichen zu machen.

 

Aber sehen Sie selbst!

 

Grüne Brücken und die Beleuchtung der Arkaden beim Penny?

Im Rahmen einer Bürgersprechstunde war 2019 angeregt worden, das Erscheinungsbild des Gebäudes in der Rathausstraße 25-37, in dem der Penny ist, durch die Pflanzung von Weinreben zu verbessern. Grüne Brücken und die Beleuchtung der Arkaden wurden bereits 2018 auch von Stadträtin Larissa Winter-Horn thematisiert.

Mit einem Schreiben informierte uns nun das Büro des 1. Bürgermeisters Odzuck, dass im Zusammenhang mit der Sanierung der Unteren Rathausstraße/Herrenwiesenstraße und mit Zustimmung des Eigentümers Pflanzgruben für Weinreben an der Fassade des Gebäudes realisiert wurden. An zwei Stellen sollen die Reben außerdem langfristig als grüne Brücken über die Rathausstraße erzogen werden, vorausgesetzt die Eigentümer der gegenüberliegenden Fassaden stimmen der Anbringung zu.

Parallel zur Fassadenbegrünung hat sich die Stadtverwaltung auch um eine angemessene Lösung für die Beleuchtung der Arkaden bemüht und ein Lichtkonzept beauftragt. Der Eigentümer war hier grundsätzlichen interessiert, wollte jedoch nicht die Kosten übernehmen, sodass das Beleuchtungskonzept wohl nicht realisiert werden wird.

Mit der Herstellung der drei Pflanzgruben für Weinreben und ggf. der grünen Brücken wird aber trotzdem ein wichtiger Beitrag für eine Aufwertung des Gesamtbildes der Rathausstraße geleistet. Die Pflanzung ist für den kommenden Herbst vorgesehen.

Der neue Verkehrsentwicklungsplan (VEP) …

… soll den strategischen Rahmen für alle Heidelberger Verkehrsprojekte bis 2035 bilden, heißt es in einer Presseinformation der Stadt Heidelberg. Derzeit wird er neu aufgestellt. Dabei sind die ersten beiden Bausteine abgeschlossen: Eine Situationsanalyse zum Ist-Zustand des Verkehrs in Heidelberg ist erstellt. Die Ziele für den Verkehr und die Mobilität der Zukunft sind festgelegt.Im nächsten Schritt können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen auf sechs Stadtteil-Konferenzen einbringen.Daneben gibt es eine Konferenz für Beschäftigte, die in Heidelberg oder außerhalb Heidelbergs arbeiten und regelmäßig ein- und auspendeln. Sie können ebenfalls ihre Sicht in den Prozess einbringen, denn sie haben einen wesentlichen Anteil am Verkehrsaufkommen der Stadt.

Die vom Gemeinderat im Mai 2020 beschlossenen Ziele des VEP dienen als Grundlage für Szenarien, die gemeinsam entwickelt werden sollen. Die dazugehörigen Ideen – etwa der Ausbau des Carsharings und des Radverkehrs bis hin zum emissionsfreien Nahverkehr – sollen mit Bürgerinnen und Bürgern auf der Pendler- und den Lokalkonferenzen weiterentwickelt werden. Ursprünglich waren diese Termine für April und Mai 2020 angesetzt, die allerdings aufgrund der Pandemie ausfallen mussten. Diese Termine finden nun digital statt.

  • Pendlerkonferenz: Dienstag, 22. September
  • Lokalkonferenz Südwest: Kirchheim, Rohrbach:
    Donnerstag, 17. September
  • Lokalkonferenz Zentrum: Altstadt, Südstadt, Weststadt, Bergheim: Mittwoch, 23. September
  • Lokalkonferenz Südost: Emmertsgrund, Boxberg: Dienstag, 29. September
  • Lokalkonferenz Ost: Ziegelhausen, Schlierbach: Mittwoch, 30. September
  • Lokalkonferenz West: Wieblingen, Pfaffengrund, Bahnstadt: Dienstag, 6. Oktober
  • Lokalkonferenz Nord: Handschuhsheim, Neuenheim: Montag, 12. Oktober

Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr. Weitere Informationen über die Konferenzen gibt es im Internet unter. Hier können sich Interessierte anmelden …
Vor der Veranstaltung erhalten sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Konferenz.

Ochsenkopfwiese … Zahlt Rohrbach die Zeche?

Abgeerntetes Feld an der Haltestelle Rohrbach-Süd.Ein Bürgerentscheid im Juli 2019, der zwar rechtlich nicht bindend war, weil nicht genug Menschen abgestimmt hatten, führte dazu, dass der Gemeinderat mit knapper Mehrheit gegen die Verlegung des Heidelberger Betriebshofs auf die Ochsenkopfwiese votierte. Die Wiese war gerettet und die Pläne, die im Vorfeld des Bürgerentscheids diskutiert worden waren, werden nun schnell umgesetzt. Könnte man denken.

Das Bündnis für den Bürgerentscheid: hatte immer wieder betont: Der Altstandort an der Bergheimer Straße bietet eine größere Kapazität als der Große Ochsenkopf. Es hatte aber wohl die Rechnung ohne die Kreativwirtschaft gemacht und kurzerhand das Areal der Alten Feuerwache mit in die „baureife Planung von 2014” einbezogen: Ein Betriebshof am Altstandort mit begrüntem und teilweise begehbarem Dach, das 46 Straßenbahnen und ca. 50 Bussen Platz bietet …

Am 29. Juli wurden nun die Pläne für den Neubau von Stadtverwaltung und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) vorgestellt. Zwei Entwürfe wurden präsentiert. „Beide Varianten gehen von einer Grünfläche von 20 auf 150 Meter aus”, sagte Michael Rudolf vom Stadtplanungsamt laut Rhein-Neckar-Zeitung am 31. Juli 2020. Das Dach des Betriebshofs soll zwar begrünt sein, aber kein Aufenthaltsort. Und in beiden bleibt der Bereich zwischen Emil-Maier-Straße und Czernyring – und damit auch das Zentrum für Kreativwirtschaft, das Dezernat 16 – vom Umbau des Betriebshofs unangetastet.

Wie soll das funktionieren? Zu Recht fragt die Rhein-Neckar-Zeitung heute: „Die Fläche des Betriebshofs soll kleiner werden, der Nahverkehr aber ausgebaut werden. Wie soll das klappen?” In den Entwürfen kommen im Betriebshof nämlich 28 Bahnen und 28 Busse unter.

Was bleibt also von der tollen Alternative zur Ochsenkopfwiese? Nichts. Kein Park auf dem Dach, nicht genug Platz für die Busse und Bahnen des RNV.

Aber dafür gibt es ja Rohrbach und Wieblingen. Die RNZ schreibt weiter: „Das bedeutet, dass zusätzliche Abstellflächen im Stadtgebiet erforderlich sind – dauerhaft. Während 27 Wasserstoff-Busse künftig zwischen Wieblinger Weg und der Bundesstraße 37 parken sollen, sind für die Bahnen zwei Standorte vorstellbar: entweder östlich der Haltestelle Rohrbach Süd, wo 20 Bahnen auf einer Fläche unterkommen könnten, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Oder an der Haltestelle Berufsschule in Wieblingen, wo auf dem Gleisbaulager der RNV Platz für ebensoviele Bahnen entstehen könnte. Die Rohrbacher Variante wäre günstiger (etwa 15 statt etwa 20 Millionen Euro).”

Rohrbach soll also die Zeche zahlen für den Erhalt der Ochsenkopfwiese und des Dezernat 16. Hier meint man, über landwirtschaftlich genutzte Flächen frei verfügen zu können. Hauptsache die Vorzeige-Stadtteile können realisiert werden und man muss sich nicht mit der eigenen Klientel anlegen …

Neue Normalität: #uffbasse@rorbach

Steinerner Fuchs mit Coronamaske und SonnenbrilleEs sieht so aus, als sei der schlimmste Teil der Coronakrise vorbei. Aber es ist zu früh für eine Entwarnung, denn noch gibt es keinen Impfstoff gegen die Krankheit und die Gefahr einer zweiten Welle besteht nach wie vor. Trotzdem ist die aktuelle Situation so, dass viele der bisherigen Hilfsangebote nicht mehr in der Breite benötigt werden wie vor einigen Wochen. Deshalb versuchen wir nun, auch was unsere Arbeit im Stadtteilverein betrifft, ein Stück weit in Richtung (neuer) Normalität zu gehen …

#rormaske

Die Aktion #rohrmaske ist erfolgreich abgeschlossen worden. Für etwa 1.000 Masken hat Knud Jahnke Materialen konfektioniert und bis auf etwa 100 Masken sind auch alle verteilt worden. Noch gibt es z.B. in der Lindenapotheke Masken gegen eine kleine Spende.

Die Spenden, die für die verteilten Masken beim Stadtteilverein eingegangen sind, decken der Materialkosten. Und es ist ein bisschen was übrig geblieben. Wir machen nun Inventur. Im Herbst und Winter wird es sicher weiteren Hilfebedarf geben, dann werden überlegen, was wir mit dem Geld anfangen. Sicher ist, dass es im Sinne der Spender/innen verwendet werden wird. Es wird Menschen geben, die auch noch nach Ende der akuten Krise auf Hilfe angewiesen sind. Dafür werden wir die Spenden verwenden und hier darüber berichten.

#rohrbachhältzusammen

Die Hilfe für Menschen die in der Krise besonderen Hilfsbedarf hatten, werden wir nicht völlig einstellen. Wenn Sie also weiterhin Hilfe benötigen, dann ist das Quartiersbüro Hasenleiser unter der Telefonnummer 330 330 weiter ansprechbar.

 

 

Dankeschön!

So schlimm die Krise war, zu sehr hat sie auch die positiven Seiten unseres Zusammenlebens aufgezeigt. Ich nehme mir nun mal das Recht heraus, für den Stadtteil zu sprechen und bedanke mich im Namen der Rohrbacherinnen und Rohrbacher bei allen, die geholfen haben. Allein das Fandango-Team hat

  • in 10 Wochen knapp 250 x geholfen
  • 179 Mittagessen nach Hause geliefert
  • 38 Einkäufe gemacht
  • 3 Wohnungen für Menschen der Hochrisikogruppe gefunden
  • 8.000 Liter Wein abgefüllt
  • Masken genäht
  • und zahlreiche weitere kleine Hilfstätigkeiten wie den Gang zur Post, Apotheke oder mit dem Hund.

Und Knud Jahnke, seit Jahren Kinderbeauftragter in Rohrbach initiierte gleich zu Beginn der Coronakrise die Verlegung des Rohrbacher Wochenmarkts auf den Kerweplatz – eine äußerst sinnvolle Maßnahme. Dann startete er das Projekt #rormaske. Er kaufte Stoffe, konfektionierte diese und organisierte gemeinsam mit dem Stadtteilverein und dem Quartiersmanagement die Verteilung der Masken an Nähwillige und die Verteilung der Masken an besonders gefährdete Personen.

Und ich bedanke mich bei den vielen, vielen weiteren Helferinnen und Helfern, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, darunter sehr viele junge Menschen, die ihre Hilfe angeboten, für Betroffene einkauften, mit dem Hund raus gingen oder ein Stück weit bei der Kinderbetreuung halfen.

Noch ist der Ausnahmezustand nicht vorbei und es gibt keine Sicherheit, dass die Krise nicht zurückkommt. Und an die so genannte neue Normalität haben wir uns auch noch nicht wirklich gewöhnt. Immer noch leiden viele Menschen an den Folgen shutdowns, Eltern, deren Kinder immer noch nicht in die Kindergärten gehen können oder in die Schule, alte Menschen, die immer noch vorsichtig sein müssen, Gewerbetreibende, denen die Krise die wirtschaftliche Basis entzogen hat. Auch noch so große gute Konjunkturprogramme werden die Folgen der Krise nicht beseitigen können. Aber sie helfen ein Stück weit mit, sie zu lindern.

Nun gilt es für uns wieder Tritt zu fassen. Und dabei nicht zu vergessen: das Virus ist immer noch da. Und unsere einzige Chance gegen die Krankheit ist: #uffbasse@rorbach!

… und überall.

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