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Pogromnachtgedenken 2019

EinladungsplakatAuch in Rohrbach gab es eine eigenständige jüdische Gemeinde, denn Rohrbach war bis 1927 selbstständig. Das Denkmal am Rathausplatz erinnert an das Schicksal der Gemeinde – die Synagoge wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört.

Wir erinnern jedes Jahr am 9. November an das Leid, das den jüdischen Bürgern in dieser Nacht im Jahr 1938 zugefügt wurde. Gewalt gegen Menschen und Zerstörung ihrer Wohnungen und ihrer Synagogen – das geschah auch in Rohrbach.

Die Mehrheit ließ es schweigend geschehen. Aber es gab auch Menschen, die Solidarität mit den Verfolgten zeigten. Die in Rohrbach wohnende Familie Kaufmann-Bühler stieß nicht nur auf überzeugte Nazis und angepasste Mitläufer, sondern sie fand unter den Rohrbachern manche Helfer, die ihr das Überleben ermöglichten. An deren Einsatz wollten wir erinnern.

Claudia Rink, Mitautorin des Buches „Stille Helfer” begrüßte für den punker, Hans-Jürgen Fuchs sprach für den Stadtteilverein. Das Hauptreferat hielt Dr. Reinhard Riese, ebenfalls Mitautor des Buchs. Musikalisch wurde der Abend einfühlsam begleitet von Anne Kloos, Joachim und Vincent Nolden.

Einige Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier ...

Volkstrauertag in Rohrbach

Volkstrauertag auf dem Rohrbacher Friedhof

Wie jedes Jahr am vorletzten Sonntag vor dem 1. Advent, findet auch dieses Jahr wieder der Volkstrauertag statt. Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Länder. In Rohrbach ziehen die Vereine und einzelne Bürger durch den Ort zum Friedhof, wo mit Musik und einer Ansprache der Toten gedacht wird.

Dieses Jahr startet der Zug am Sonntag, 17. November, 11:15 Uhr
vor dem Gebäude Rathausstraße 8.

 

Ein Tag in Rohrbach …

Motiv aus der Ausstellung: Der Wasserturm in Rohrbach-West

Es war der 12. Mai 2018. Ein ganz normaler Samstag in Rohrbach. An diesem Tag entstanden einige Hundert Fotografien. Aufnahmen von ganz normalen Begebenheiten, von Straßen, Plätzen. Aufnahmen von Reiner Herbold und Hans-Jürgen Fuchs, großformatige Fotografien, die ab sofort im Alten Rathaus in Rohrbach zu sehen sind. Am Samstag, 23.11. von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr gibt es Gelegenheit, die Fotos in Ruhe zu betrachten. Und es gibt sicher auch einen Schluck Sekt und mit etwas Glück, gibt es sogar Krach. Aus der Nachbarschaft. Also: vorbeikommen!

Bürgerschweigestunde

von Hans-Jürgen Fuchs

„Bürgerschweigestunde” titelt die Rhein-Neckar-Zeitung am 25. Oktober 2019 eine Nachricht in ihrem Newsletter. Der Grund ist eine Diskussion, die in der letzten Sitzung des Rohrbacher Bezirksbeirats aufkam.

Keine Sitzungsunterbrechung mehr …

In einem Schreiben, das Oberbürgermeister Eckart Würzner Anfang September an alle 210 an die Bezirksbeiräte, nicht aber an die in den Räten mitwirkenden Vertreter der Stadtteilvereine verschickte, hieß es, dass Sitzungen künftig nicht mehr unterbrochen werden dürfen, um Bürgern Gelegenheit zu Stellungnahmen zu konkreten Tagesordnungspunkten zu geben. Mehr als zwanzig Jahre lang war dies ohne Probleme möglich gewesen.

Künftig sollten die Einwohner Heidelbergs nur im Rahmen des Tagesordnungspunkts „Fragestunde“, zu Beginn der Sitzung, „Fragen, Anregungen und Vorschläge“ einbringen dürfen. Zu inhaltlichen Punkten könnten nur noch vorab geladene, sachkundige Personen zugezogen oder Betroffene gehört werden. „… eine Sitzungsunterbrechung, die darauf abzielt, Wortmeldungen der Öffentlichkeit zu Beratungsgegenständen zu ermöglichen, ist unzulässig“, heißt es im Brief.

Bisher hatten die Bezirksbeiräte immer die Möglichkeit, nicht nur die Sicht der Stadt zu einem Sachverhalt zu hören, sondern auch die Sicht der Bürger. Das war für die Meinungsfindung sehr hilfreich. Immer wieder konnten Bürger so Argumente und Gründe einbringen, die die Räte sonst nicht erfahren hätten.

Es wird in Heidelberg viel über Bürgerbeteiligung gesprochen und es wurden in den letzten Jahren gigantische Verfahren installiert, um sie zu ermöglichen … und dann verbietet man so eine kleine, aber ungemein effektive Möglichkeit für Bürger zu Wort zu kommen?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin seit fast 20 Jahren ununterbrochen im Bezirksbeirat und habe kein einziges Mal erlebt, dass die bisherige Möglichkeit, dass Mitglieder des Bezirksbeirats um eine Sitzungsunterbrechung bitten, um Bürger zu Wort kommen zu lassen, missbraucht worden wäre. Im Gegenteil: Die Wortmeldungen haben immer der Sache gedient und waren hilfreich.

Kein Antragsrecht für die Stadtteilvereinsvertreter mehr …

In der Sitzung wurde dann auch noch deutlich, dass die Vertreter der Stadtteilvereine nicht nur kein Stimmrecht haben, sondern auch keine Anträge mehr stellen dürfen. Das war bis letztes Jahr sehr wohl möglich. Im Protokoll stand dann immer „Antrag aus der Mitte des Bezirksbeirats”. Auch das kann ich nicht nachvollziehen … außer man will wirklich dokumentieren, dass die Stadtteilvereinsvertreter nur geduldet sind …

Keine öffentlichen Protokolle …

Und zu schlechter Letzt ärgert mich schon immer, dass die Protokolle der BBR-Sitzungen nicht öffentlich sind. Vor vielen, vielen Jahren wurde uns bereits verboten, diese auf der Website des punker zu veröffentlichen. Renate Emer und ich hatten daraufhin einige Jahre selbst Protokolle geschrieben und veröffentlich. Heute argumentiert man mit der Datenschutzgrundverordnung. Diese schütz personenbezogene Daten. Aber die Sitzungen sind öffentlich, die Presse ist vor Ort und berichtet … nur die Protokolle sollen geschützt sein? Was für ein Unsinn! 

Fazit

Ich wollte mich ja nicht mehr aufregen, aber … Hunderttausende Euro werden in die große, publikumswirksame Bürgerbeteiligung gesteckt und im Kleinen werden vorhandene Beteiligungsformen und vorhandene Transparenz zurückgenommen oder verhindert. Wie schreibt Timo Teufert in seinem Kommentar in der RNZ: „Deshalb sollte der OB dringend noch einmal in sich gehen und seine Anweisung zurücknehmen.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

Stadtteilverein ermöglicht freies WLAN am Alten Rathaus

Heidelberg bietet eines der größten öffentlichen und kostenlosen WLAN-Netze in Deutschland: Bürgerinnen und Bürger, Besucher und Studierende, Touristen und Geschäftsreisende können an über 170 Standorten im gesamten Stadtgebiet ganz einfach im Internet surfen. In Rohrbach hat der Stadtteilverein gemeinsam mit der Stadt am Alten Rathaus einen offenen Zugang ermöglicht. Die Stadt hat die Infrastruktur zur Verfügung gestellt, der Stadtteilverein zahlt die laufenden Kosten.

Das alte Rathaus

Interessierte wählen einfach das WLAN-Netz „Heidelberg4you“ auf ihrem Smartphone oder Tablet an. Anschließend öffnet sich eine Begrüßungsseite, auf der Nutzer die Verbindung mit dem offenen Netzwerk starten – damit wird der Zugang zum Internet hergestellt. Nutzer werden anschließend an allen WLAN-Standorten der Stadt Heidelberg („Heidelberg4you“) und der Universität Heidelberg automatisch mit dem Internet verbunden.

 

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