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Ein Kindergarten auf dem Kerweplatz

Wenn die katholische Kirche im Sommer 2022 den Kindergarten St. Theresia schließt, gibt es in Alt-Rohrbach nur nach den Paula-Heck-Kindergarten der Melanchthongemeinde. Deshalb ist der Wunsch der Alt-Rohrbacher groß, einen Platz für eine weitere Kindertagesstätte zu finden. Nun hat ein Mitarbeiter des Bürger- und Ordnungsamts der Stadt Heidelberg gegenüber einem Standbetreiber des Rohrbacher Wochenmarktes erwähnt, dass der Wochenmarkt, der Corona bedingt auf dem Kerweplatz untergebracht ist, dort längerfristig nicht bleiben kann, weil dort ein Kindergarten errichtet werden soll. Das hat Gemeinderätin Larissa Winter-Horn veranlasst, bei der Stadt nachzufragen, was konkret geplant ist.

Nun liegt die Antwort vor. Dort heißt es: „Die katholische Kirche plant im Sommer 2022 den Kindergarten St. Theresia zu schließen. Daher wird im Gebiet Alt-Rohrbach geprüft, auf welcher Fläche in einem absehbaren Zeitraum überhaupt eine Kindertageseinrichtung errichtet werden kann, die neben vielen weiteren Parametern aus bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen, verkehrlichen, Umweltgesichtspunkten und so weiter auch finanzierbar sein soll. Hierbei werden im Bereich Alt-Rohrbach alle möglichen Standorte, sowohl für Interimslösungen als auch für eine dauerhafte Nutzung, betrachtet. Eine der Flächen, für die derzeit Vorprüfungen laufen, ist auch der Kerweplatz. Bei diesem Platz wird unter anderem auch geprüft, wie viel Fläche gegebenenfalls für eine Kindertageseinrichtung benötigt wird und wie viel Platz dann weiterhin für die bisherigen Nutzungen zur Verfügung steht.
Zusammenfassend muss leider festgestellt werden, dass es bei allen bisher ins Auge gefassten und der Verwaltung bekannten Flächen erhebliche Zielkonflikte gibt, so dass eine kurzfristige Lösung nirgends realisierbar erscheint.
Eine Information des Bezirksbeirats und der gemeinderätlichen Gremien erfolgt, sobald die Vorprüfungen abgeschlossen sind und eine realisierbare Lösung gefunden wurde.”

Volkstrauertag in Rohrbach

Wie jedes Jahr am vorletzten Sonntag vor dem 1. Advent, fand auch dieses Jahr wieder der Volkstrauertag statt. Aber anders als sonst, konnte dieses Jahr leider keine gemeinsame Gedenkveranstaltung auf dem Rohrbacher Friedhof stattfinden. Trotzdem wollten wir dieses Gedenken nicht übergehen, sondern die Erinnerung an die Gräueltaten wachhalten, die verübt wurden und heute noch weltweit geschehen. Deshalb veröffentlichen wir eine virtuelle Gedenkveranstaltung hier auf unserer Homepage.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich diesem Gedenken innerlich anschließen würden

Pogromnachtgedenken in Rohrbach

Seit einigen Jahren gedenken der Stadtteilverein Heidelberg-Rohrbach und der Verein der punker der verfolgten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Rohrbach. Am Gedenkstein für die am 10.11.1938 zerstörte Synagoge der Rohrbacher jüdischen Gemeinde versammeln sich dann Menschen und verlesen unter anderem die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger.

Dieses Jahr wollten wir der Deportation der Heidelberger Juden nach Gurs gedenken. Am 22. Oktober 1940 wurden mehr als 6.500 Menschen aus Baden und der Pfalz mit Zügen nach Frankreich deportiert. Von den sieben badischen Sonderzügen startete einer in Heidelberg. Die in allen Stadtteilen festgenommenen Juden wurden zum Gleis 1a des alten Hauptbahnhofes gebracht und ins Lager Gurs verschleppt.

Doch die Corona Pandemie verhinderte die Gedenkfeier. Aufgrund der aktuell geltenden Bestimmungen und unserer Verantwortung für die Menschen, die teilnehmen würden, sahen wir uns gezwungen, das Gedenken in der geplanten Form abzusagen.

Wir möchten Ihnen jedoch einen Teil des Geplanten in digitaler Form nahebringen.

 

Gebet zum Abschluss der Gedenkveranstaltung

 

Ewiger Gott,

wir gedenken des Unmenschlichen, das in Deutschland geschehen ist, und auch hier in Rohrbach.
Wir erhalten die Erinnerungen an die vielen Menschen wach, die fliehen mussten, die abtransportiert, gequält und ermordet wurden.
Betend halten wir die Erinnerung wach – auch an alle, die bis heute ausgegrenzt, bedroht, verletzt und ermordet werden.
Wir schweigen in Fassungslosigkeit, denn es macht uns immer neu sprachlos,
wir schweigen hörbar und sichtbar
damit es nicht verschweigen werden kann.
Wir bitten dich für Augen, die den Bildern des Leides nicht ausweichen,
dass auf alle, denen die Würde genommen wurde, Ansehen fällt und Anerkennung des Unrechts.
Wir bitten dich für Ohren, die Leidensgeschichten hören
und aufhorchen in die heutige Zeit, und Diskriminierungen nicht einfach überhören.
Und für Lippen, die nach Worten suchen für das Unsagbare – für andere klagen, weinen und wir die Stimmen erheben für Frieden und Gerechtigkeit.
Alle unsere Sinnen bewahre und uns unsere Herzen, damit wir gedenken und Menschlichkeit leben.

Amen

 

Tanja Dittmar

St. Martin im Jahr der Pandemie

Bunte Laternedieses Jahr ist vieles anders. Wir wollen aber so viele Traditionen wie möglich beibehalten, auch wenn sie vielleicht etwas anders ablaufen als sonst.

 

„St. Martin mal anders“ oder „Rohrbach leuchtet!“
An den Fenstern hoch und nieder,
leuchten die Laternen wieder,
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Nachbar, komm und schaue!

 

Dieses Jahr ist leider kein Martinszug in der gewohnten Weise möglich. Aber übergehen wollen wir den Tag nicht. Deshalb haben wir uns im Vorstand für Alternativen entschieden.

Nachdem bereits der Sommertagszug ausgefallen ist, wird der Stadtteilverein die Kinder in den Kindergärten und Grundschulen in Rohrbach mit Martinsmännern verwöhnen. Wenn die Kinder nicht zu den Martinsmännern können, dann müssen diese eben zu den Kindern kommen.

 

Zwei beleuchtete israelische Glaskugeln mit bunten orientalischen Gebäuden.Als Ersatz für die Laternen, die normalerweise beim Umzug unseren Stadtteil erleuchten, haben wir uns auch etwas überlegt, aber dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Schmücken Sie ihre Fenster, Höfe und Gärten mit Laternen, Windlichter o.ä.. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Außerdem bitten wir Sie, fotografieren Sie diese schönen Lichter und schicken Sie diese an
1vorstand@stadtteilverein-rohrbach.de

Wir werden diese einzeln oder als Collage veröffentlichen.

Wir freuen uns auf Ihre Fotos!

 

Weihnachtliches Rathaus statt Weihnachtsmarkt

Weihnachtliches Rathaus 2018Nachdem vieles durch die Corona Pandemie ausfallen muss - so auch der Weihnachtsmarkt rund um das alte Rathaus – möchten wir doch dafür sorgen, dass wir uns an etwas erfreuen können.

Dazu wollen wir das Rathaus besonders schmücken und in den Fenstern Im Erdgeschoss eine Krippenausstellung installieren.

Wer also seine Weihnachtskrippe zur Verfügung stellen möchte, wende sich bitte alsbald an Heide Kaltschmidt, Tel: 301323. Wir holen ihre Krippe ab und liefern sie ihnen wieder rechtzeitig zum 4. Advent.

Wir freuen uns auf ihre Rückmeldung!!

Ochsenkopfwiese … Zahlt Rohrbach die Zeche?

Protestplakat an der Haltestelle Rohrbach-Süd.Ein Bürgerentscheid im Juli 2019, der zwar rechtlich nicht bindend war, weil nicht genug Menschen abgestimmt hatten, führte dazu, dass der Gemeinderat mit knapper Mehrheit gegen die Verlegung des Heidelberger Betriebshofs auf die Ochsenkopfwiese votierte. Die Wiese war gerettet und die Pläne, die im Vorfeld des Bürgerentscheids diskutiert worden waren, werden nun schnell umgesetzt. Könnte man denken.

Das Bündnis für den Bürgerentscheid: hatte immer wieder betont: Der Altstandort an der Bergheimer Straße bietet eine größere Kapazität als der Große Ochsenkopf. Es hatte aber wohl die Rechnung ohne die Kreativwirtschaft gemacht und kurzerhand das Areal der Alten Feuerwache mit in die „baureife Planung von 2014” einbezogen: Ein Betriebshof am Altstandort mit begrüntem und teilweise begehbarem Dach, das 46 Straßenbahnen und ca. 50 Bussen Platz bietet …

Am 29. Juli wurden nun die Pläne für den Neubau von Stadtverwaltung und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) vorgestellt. Zwei Entwürfe wurden präsentiert. „Beide Varianten gehen von einer Grünfläche von 20 auf 150 Meter aus”, sagte Michael Rudolf vom Stadtplanungsamt laut Rhein-Neckar-Zeitung am 31. Juli 2020. Das Dach des Betriebshofs soll zwar begrünt sein, aber kein Aufenthaltsort. Und in beiden bleibt der Bereich zwischen Emil-Maier-Straße und Czernyring – und damit auch das Zentrum für Kreativwirtschaft, das Dezernat 16 – vom Umbau des Betriebshofs unangetastet.

Wie soll das funktionieren? Zu Recht fragt die Rhein-Neckar-Zeitung heute: „Die Fläche des Betriebshofs soll kleiner werden, der Nahverkehr aber ausgebaut werden. Wie soll das klappen?” In den Entwürfen kommen im Betriebshof nämlich 28 Bahnen und 28 Busse unter.

Was bleibt also von der tollen Alternative zur Ochsenkopfwiese? Nichts. Kein Park auf dem Dach, nicht genug Platz für die Busse und Bahnen des RNV.

Aber dafür gibt es ja Rohrbach und Wieblingen. Die RNZ schreibt weiter: „Das bedeutet, dass zusätzliche Abstellflächen im Stadtgebiet erforderlich sind – dauerhaft. Während 27 Wasserstoff-Busse künftig zwischen Wieblinger Weg und der Bundesstraße 37 parken sollen, sind für die Bahnen zwei Standorte vorstellbar: entweder östlich der Haltestelle Rohrbach Süd, wo 20 Bahnen auf einer Fläche unterkommen könnten, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Oder an der Haltestelle Berufsschule in Wieblingen, wo auf dem Gleisbaulager der RNV Platz für ebensoviele Bahnen entstehen könnte. Die Rohrbacher Variante wäre günstiger (etwa 15 statt etwa 20 Millionen Euro).”

Rohrbach soll also die Zeche zahlen für den Erhalt der Ochsenkopfwiese und des Dezernat 16. Hier meint man, über landwirtschaftlich genutzte Flächen frei verfügen zu können. Hauptsache die Vorzeige-Stadtteile können realisiert werden und man muss sich nicht mit der eigenen Klientel anlegen …

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