von Hans-Jürgen Fuchs
Mahnmal für ermordete Zwangsarbeiter übergeben
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Rathausplatzeröffnung
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Bezirksbeirat fordert Blitzer in der Karlsruher Straße
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„Freihandelsabkommen“ vs. Demokratie?
Frevel an den Ästhetik-Stelen
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Ein öffentliches Bücherregal in Rohrbach
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Rohrbacher Gruppe besuchte Ausschwitz
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Nicht durch die Windschutzscheibe …
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Ostermarkt 2015
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Jahreshauptversammlung 2015 des Stadtteilvereins
Stellungnahme der Stadtteilvereine der Südstadtvereine zur Unterbringung von Flüchtlingen in den Konversionsgebieten
von Hans-Jürgen Fuchs
Die Unterbringung von Flüchtlingen in Konversionsgebieten hat nicht nur in Presse und Internet, sondern auch in unseren Stadtteilen zu Diskussionen geführt. Der Grundtenor ist dabei glücklicherweise überwiegend positiv. Die Stadtteile Kirchheim, Rohrbach und Südstadt sind direkt betroffen. Hier wurden die Flüchtlinge untergebracht, bzw. sollen oder sollten sie untergebracht werden.
In dieser Situation haben die 1. Vorsitzenden der Stadtteilvereine der Südstadtteile miteinander vereinbart, gemeinsam Stellung zur Unterbringung der Flüchtlinge zu nehmen und das Vorgehen der Stadt Heidelberg ausdrücklich zu unterstützen. Hier die Stellungnahme im Wortlaut:
Stellungnahme der Stadtteilvereine Kirchheim, Rohrbach und Südstadt zur Unterbringung von Flüchtlingen in den Konversionsgebieten
Seit langem schon kennen wir die Bilder von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer kommen und auf der italienischen Insel Lampedusa landen. Die Entwicklung in Syrien und im Irak ist von beispielloser Härte und Grausamkeit. Millionen sind auf der Flucht.
Nun kommen viele Flüchtlinge auch zu uns. Einige Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen nehmen keine mehr auf und schicken sie - häufig ohne entsprechende Planung- weiter in andere Bundesländer. In Karlsruhe können die Erstaufnahmelager den Andrang nicht mehr bewältigen.
Unsere Stadt hat in dieser Situation entschieden, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als sie verpflichtet gewesen wäre. Das ist eine richtige Entscheidung, die wir rückhaltlos unterstützen. Und es ist auch richtig, die Flüchtlinge zunächst dort unterzubringen, wo Platz ist. Naturgemäß bieten sich da die Konversionsgebiete mit ihren noch leer stehenden Gebäuden an. Wir vor Ort in den betroffenen Stadtteilen tragen diese Entscheidung der Stadt Heidelberg uneingeschränkt mit.
Mit der kurzfristigen Aufnahme der Menschen übernehmen die südlichen Stadtteile bereitwillig eine große Verantwortung. Allerdings ist die Aufnahme so vieler Menschen konzentriert auf engem Raum und in Gebieten, die weit ab von den Zentren der Stadtteile liegen, nur eine Übergangslösung. Nach kurzer Zeit wird ein Teil in andere Städte umziehen. Diejenigen, die vorläufig in Heidelberg bleiben, sind hier herzlich willkommen. Wir fordern aber, dass ein gesamtstädtisches Konzept entwickelt wird, und dass die Stadtgesellschaft insgesamt ihre Verantwortung wahrnimmt, wenn es um die dauerhafte Integration dieser Menschen geht. Auch hier werden wir unseren Beitrag gerne leisten. Nur eine Unterbringung kleiner Gruppen in möglichst vielen Stadtteilen unterstützt die Integration, schützt gewachsene Strukturen und mindert die sozialen Folgen auf beiden Seiten.
Wichtig ist uns zudem, dass Entscheidungen, die jenseits der akuten Notsituation mittel- bis langfristige Folgen haben, in die laufenden Bürgerbeteiligungsprozesse integriert werden.
Wir sind sehr zuversichtlich, dass eine offene, nicht polarisierende Kommunikation die Entwicklung eines passenden Konzepts und damit die Integration der Flüchtlinge in einem breiten innerstädtischen Konsens voranbringt.
Hans-Jürgen Fuchs (Stadtteilverein Rohrbach)
Jörn Fuchs (Stadtteilverein Kirchheim)
Ursula Röper (Stadtteilverein Südstadt)

Am Freitag, 8. Mai 2015, 70 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde in Rohrbach im Quartier am Turm ein Mahnmal der Öffentlichkeit übergeben, das an fünf Zwangsarbeiter erinnert, die ein Jahr vor Kriegsende hier ermordet worden waren. Jahrzehntelang hatten die IG-Metall und der Anwalt Wolfgang Stather daran gearbeitet, dass damit ein Stück lokaler Geschichte bekannt gemacht wird. Das Mahnmal, dass der Bildhauer und Maler Michael Lingrên gestaltet hat weist auf das Schicksal von Aleksej Belov aus Kuznecov, Pavel Chrebor aus Trostjanc, Anatolij Bachacev aus Kiev, Nikolaj Evdokimov aus Novoderevnja, Vasilij Skorkin aus Ponory hin, fünf jungen Menschen zwischen 19 und 21 Jahren, die als Zwangsarbeiter in der Fuchsschen Waggonfabrik und bei der Graubremse arbeiten mussten. Sie waren erhängt worden, weil sie aus Hunger Lebensmittel aus einem Güterzug gestohlen hatten.



Seit Wochen bewegt der Umbau des Rathausplatzes Rohrbach die Gemüter. Es gibt grob gesagt drei Positionen: die eine Position geklagt die „Verpollerung” des Rathausplatzes. Die andere befürwortet die Poller und sieht sie als Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit im alten Kern Rohrbachs. Und die dritte Position fragt ob wir keine anderen Probleme hätten.

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