von Hans-Jürgen Fuchs
Mahnmal für ermordete Zwangsarbeiter übergeben
von Hans-Jürgen Fuchs
Rathausplatzeröffnung
von Hans-Jürgen Fuchs
Bezirksbeirat fordert Blitzer in der Karlsruher Straße
von Hans-Jürgen Fuchs
„Freihandelsabkommen“ vs. Demokratie?
Frevel an den Ästhetik-Stelen
von Hans-Jürgen Fuchs
Ein öffentliches Bücherregal in Rohrbach
von Hans-Jürgen Fuchs
Rohrbacher Gruppe besuchte Ausschwitz
von Hans-Jürgen Fuchs
Nicht durch die Windschutzscheibe …
von Hans-Jürgen Fuchs
Ostermarkt 2015
von Hans-Jürgen Fuchs
Jahreshauptversammlung 2015 des Stadtteilvereins
Pogromnachtgedenken 2017
von Hans-Jürgen Fuchs

Am Abend des 9. November trafen sich auch dieses Jahr wieder über 70 Personen im Stadtteil Rohrbach, an dem Platz, wo einst die Synagoge stand, um an ihre Zerstörung im Jahr 1938 zu erinnern. Nachdem Claudia Rink vom punker an dieses schreckliche Rohrbacher Geschehen erinnert hatte, lasen Birgit und Dieter Roos, die Namen der 75 Rohrbacher Jüdinnen und Juden vor, ebenso die Namen der Straßen, in denen sie zwischen 1933 und 1945 gelebt haben. Daniel Schmidt von der jüdischen Gemeinde beendete die würdige Zeremonie am Gedenkstein mit der Lesung eines Psalms. Zur Fortsetzung der Gedenkfeier traf man sich in der Thoraxklinik, wo der Stadtteilvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Fuchs in seiner Begrüßung daran erinnerte, dass es auch heute wieder den Versuch einer Revision der deutschen Geschichte gibt und dass es deshalb heute umso wichtiger ist, die Erinnerung wach zu halten und den Opfern ein Gesicht zu geben.
In einem sehr anschaulichen Vortrag schilderte dann Michael Ehmann, Präventionsbeauftragter der Thoraxklinik, die wechselvolle Geschichte der aus Berlin stammenden Jüdin Ruth Veit Simon und ihrer angesehenen Berliner Familie.
Das Rohrbacher Duo »martinique« rahmte die Veranstaltung mit Klängen vom Akkordeon und Saxophon. Besinnlich und ergreifend bereicherten ihre Musikstücke die Veranstaltung.

Am Freitag, 8. Mai 2015, 70 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde in Rohrbach im Quartier am Turm ein Mahnmal der Öffentlichkeit übergeben, das an fünf Zwangsarbeiter erinnert, die ein Jahr vor Kriegsende hier ermordet worden waren. Jahrzehntelang hatten die IG-Metall und der Anwalt Wolfgang Stather daran gearbeitet, dass damit ein Stück lokaler Geschichte bekannt gemacht wird. Das Mahnmal, dass der Bildhauer und Maler Michael Lingrên gestaltet hat weist auf das Schicksal von Aleksej Belov aus Kuznecov, Pavel Chrebor aus Trostjanc, Anatolij Bachacev aus Kiev, Nikolaj Evdokimov aus Novoderevnja, Vasilij Skorkin aus Ponory hin, fünf jungen Menschen zwischen 19 und 21 Jahren, die als Zwangsarbeiter in der Fuchsschen Waggonfabrik und bei der Graubremse arbeiten mussten. Sie waren erhängt worden, weil sie aus Hunger Lebensmittel aus einem Güterzug gestohlen hatten.



Seit Wochen bewegt der Umbau des Rathausplatzes Rohrbach die Gemüter. Es gibt grob gesagt drei Positionen: die eine Position geklagt die „Verpollerung” des Rathausplatzes. Die andere befürwortet die Poller und sieht sie als Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit im alten Kern Rohrbachs. Und die dritte Position fragt ob wir keine anderen Probleme hätten.

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