von Hans-Jürgen Fuchs

Pogromnachtgedenken 2020 in Rohrbach

Jugendliche verlesen die Namen der verfolgten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Rohrbachs. Seit einigen Jahren gedenken der Stadtteilverein Heidelberg-Rohrbach und der Verein der punker der verfolgten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Rohrbach. Am Gedenkstein für die am 10.11.1938 zerstörte Synagoge der Rohrbacher jüdischen Gemeinde versammeln sich dann Menschen und verlesen unter anderem die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger.

Dieses Jahr wollten wir der Deportation der Heidelberger Juden nach Gurs gedenken. Am 22. Oktober 1940 wurden mehr als 6.500 Menschen aus Baden und der Pfalz mit Zügen nach Frankreich deportiert. Von den sieben badischen Sonderzügen startete einer in Heidelberg. Die in allen Stadtteilen festgenommenen Juden wurden zum Gleis 1a des alten Hauptbahnhofes gebracht und ins Lager Gurs verschleppt.

Doch die Corona Pandemie verhinderte die Gedenkfeier. Aufgrund der aktuell geltenden Bestimmungen und unserer Verantwortung für die Menschen, die teilnehmen würden, sahen wir uns gezwungen, das Gedenken in der geplanten Form abzusagen.

Wir möchten Ihnen jedoch einen Teil des Geplanten in digitaler Form nahebringen.

Mehr dazu hier …

von Hans-Jürgen Fuchs

„Wir wollen dir von Herzen danken, für deinen Einsatz ohne Schranken!”

Gruppenbild des VorstandsBei der Jahreshauptversammmlung des Rohrbacher Stadtteilvereins 2020 wurde der aus seinem Ehrenamt ausscheidende 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Fuchs mit Lob geradezu überhäuft

von Werner Popanda

Wenn eine Devise in Rohrbach nicht gilt, dann diese: „Nicht geschimpft, ist genug gelobt!“ In der Tat wurde Hans-Jürgen Fuchs von den 72 Mitgliedern des Stadtteilvereins, die zur Jahreshauptversammlung in die Eichendorffhalle gekommen waren, mit Lobesworten nur so überschüttet.

Keine Frage, so etwas erlebt man dann, wenn ein 1. Vorsitzender seinen Rücktritt aus diesem Ehrenamt erklärt, auch nicht alle Tage. Folglich muss Fuchs in den siebeneinhalb Jahren, die er an der Spitze des Stadtteilvereins stand, Außergewöhnliches gelungen sein. Allerdings sollte hinzugefügt werden, dass er auch schon in den zwölfeinhalb Jahren zuvor kein stiller Betrachter des Geschehens in Rohrbach gewesen war.

Sondern vielmehr gemeinsam mit dem Rohrbacher Kulturverein „der punker“ ein überaus aktiver Gestalter des Geschehens in Rohrbach. Folglich leitete er denn auch nach einer beeindruckenden Fotoschau den rein verbalen Rückblick auf sein Engagement vor Ort so ein: „Wie wir also sehen, hat sich Rohrbach in den letzten 20 Jahren extrem verändert.“

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von Hans-Jürgen Fuchs

Keine Kerwe 2020?

Fliegende Strohhüte bei der Anstatt-Kerwe 2020.

Was für ein merkwürdiges Jahr! Was für eine denkwürdige Rohrbacher Kerwe 2020! Sie, besser: ihre Absage, wird sicher in die Geschichte unseres Stadtteils eingehen. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Schon gar nicht von einem fiesen Virus.

Wir sind noch da und mit uns ist weiter zu rechnen!

Turnerbund, Sängereinheit, Kirchengemeinden und Stadtteilverein haben deswegen phantasievolle und phantastische Aktionen durchgeführt, um die kerwelose Zeit bis 2021 wenigsten ein bisschen erträglichen zu machen.

 

Aber sehen Sie selbst!

 

von Hans-Jürgen Fuchs

Neue Normalität: #uffbasse@rorbach

Steinerner Fuchs mit Coronamaske und SonnenbrilleAuch wenn es manchmal so aussieht, als sei der schlimmste Teil der Coronakrise vorbei, ist es zu früh für eine Entwarnung, denn noch gibt es keinen Impfstoff gegen die Krankheit und die Gefahr einer zweiten Welle besteht nach wie vor. Trotzdem ist die aktuelle Situation so, dass viele der bisherigen Hilfsangebote nicht mehr in der Breite benötigt werden wie vor einigen Wochen. Deshalb versuchen wir nun, auch was unsere Arbeit im Stadtteilverein betrifft, ein Stück weit in Richtung (neuer) Normalität zu gehen …

#rormaske

Die Aktion #rohrmaske ist erfolgreich abgeschlossen worden. Für etwa 1.000 Masken hat Knud Jahnke Materialen konfektioniert und bis auf etwa 100 Masken sind auch alle verteilt worden. Noch gibt es z.B. in der Lindenapotheke Masken gegen eine kleine Spende.

Die Spenden, die für die verteilten Masken beim Stadtteilverein eingegangen sind, decken der Materialkosten. Und es ist ein bisschen was übrig geblieben. Wir machen nun Inventur. Im Herbst und Winter wird es sicher weiteren Hilfebedarf geben, dann werden überlegen, was wir mit dem Geld anfangen. Sicher ist, dass es im Sinne der Spender/innen verwendet werden wird. Es wird Menschen geben, die auch noch nach Ende der akuten Krise auf Hilfe angewiesen sind. Dafür werden wir die Spenden verwenden und hier darüber berichten.

#rohrbachhältzusammen

Die Hilfe für Menschen die in der Krise besonderen Hilfsbedarf hatten, werden wir nicht völlig einstellen. Wenn Sie also weiterhin Hilfe benötigen, dann ist das Quartiersbüro Hasenleiser unter der Telefonnummer 330 330 weiter ansprechbar.

 

 

Dankeschön!

So schlimm die Krise war, zu sehr hat sie auch die positiven Seiten unseres Zusammenlebens aufgezeigt. Ich nehme mir nun mal das Recht heraus, für den Stadtteil zu sprechen und bedanke mich im Namen der Rohrbacherinnen und Rohrbacher bei allen, die geholfen haben. Allein das Fandango-Team hat

  • in 10 Wochen knapp 250 x geholfen
  • 179 Mittagessen nach Hause geliefert
  • 38 Einkäufe gemacht
  • 3 Wohnungen für Menschen der Hochrisikogruppe gefunden
  • 8.000 Liter Wein abgefüllt
  • Masken genäht
  • und zahlreiche weitere kleine Hilfstätigkeiten wie den Gang zur Post, Apotheke oder mit dem Hund.

Und Knud Jahnke, seit Jahren Kinderbeauftragter in Rohrbach initiierte gleich zu Beginn der Coronakrise die Verlegung des Rohrbacher Wochenmarkts auf den Kerweplatz – eine äußerst sinnvolle Maßnahme. Dann startete er das Projekt #rormaske. Er kaufte Stoffe, konfektionierte diese und organisierte gemeinsam mit dem Stadtteilverein und dem Quartiersmanagement die Verteilung der Masken an Nähwillige und die Verteilung der Masken an besonders gefährdete Personen.

Und ich bedanke mich bei den vielen, vielen weiteren Helferinnen und Helfern, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, darunter sehr viele junge Menschen, die ihre Hilfe angeboten, für Betroffene einkauften, mit dem Hund raus gingen oder ein Stück weit bei der Kinderbetreuung halfen.

Noch ist der Ausnahmezustand nicht vorbei und es gibt keine Sicherheit, dass die Krise nicht zurückkommt. Und an die so genannte neue Normalität haben wir uns auch noch nicht wirklich gewöhnt. Immer noch leiden viele Menschen an den Folgen shutdowns, Eltern, deren Kinder immer noch nicht in die Kindergärten gehen können oder in die Schule, alte Menschen, die immer noch vorsichtig sein müssen, Gewerbetreibende, denen die Krise die wirtschaftliche Basis entzogen hat. Auch noch so große gute Konjunkturprogramme werden die Folgen der Krise nicht beseitigen können. Aber sie helfen ein Stück weit mit, sie zu lindern.

Nun gilt es für uns wieder Tritt zu fassen. Und dabei nicht zu vergessen: das Virus ist immer noch da. Und unsere einzige Chance gegen die Krankheit ist: #uffbasse@rorbach!

… und überall.

von Hans-Jürgen Fuchs

WoAndersKino in Rohrbach

Blick auf den Kerweplatz und die Leinwand. Am Himmel der fast volle Mond.

Viele Menschen, Musik, Speis und Trank - Laut und bunt ist es auf einer Kerwe normalerweise. So auch traditionell einmal jährlich in Rohrbach, wenn dort die Rohrbacher Kerwe stattfindet. Sie ist eine der Großveranstaltungen in Heidelberg, die dieses Jahr leider abgesagt werden mussten. Laut und bunt wurde es auf dem Kerweplatz aber dennoch und zwar im Film! Das WoAndersKino brachte mit dem Stadtteilverein Rohrbach e.V. und dem Punker e.V. „Parada“ auf die Leinwand und verwandelte damit den Kerweplatz in ein OpenAir-Kino. Getränke gab es von Heidelbergs beliebtester und solidarischster Eckkneipe - dem Fandango.

Ca. 150 Leute sahen, in gebührendem Abstand voneinander, den Film «Parada«. Es war eine tropische Sommernacht und die Stimmung war prächtig. Der Stadtteilverein hat die Besucher/innen gefragt, ob wir so etwas mal wieder machen sollen. Das Ergebnis ist eindeutig! Seht selbst!

von Hans-Jürgen Fuchs

Ochsenkopfwiese … zahlt Rohrbach die Zeche?

Abgeerntetes Feld an der Haltestelle Rohrbach-Süd.Ein Bürgerentscheid im Juli 2019, der zwar rechtlich nicht bindend war, weil nicht genug Menschen abgestimmt hatten, führte dazu, dass der Gemeinderat mit knapper Mehrheit gegen die Verlegung des Heidelberger Betriebshofs auf die Ochsenkopfwiese votierte. Die Wiese war gerettet und die Pläne, die im Vorfeld des Bürgerentscheids diskutiert worden waren, werden nun schnell umgesetzt. Könnte man denken.

Das Bündnis für den Bürgerentscheid: hatte immer wieder betont: Der Altstandort an der Bergheimer Straße bietet eine größere Kapazität als der Große Ochsenkopf. Es hatte aber wohl die Rechnung ohne die Kreativwirtschaft gemacht und kurzerhand das Areal der Alten Feuerwache mit in die „baureife Planung von 2014” einbezogen: Ein Betriebshof am Altstandort mit begrüntem und teilweise begehbarem Dach, das 46 Straßenbahnen und ca. 50 Bussen Platz bietet …

Am 29. Juli wurden nun die Pläne für den Neubau von Stadtverwaltung und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) vorgestellt. Zwei Entwürfe wurden präsentiert. „Beide Varianten gehen von einer Grünfläche von 20 auf 150 Meter aus”, sagte Michael Rudolf vom Stadtplanungsamt laut Rhein-Neckar-Zeitung am 31. Juli 2020. Das Dach des Betriebshofs soll zwar begrünt sein, aber kein Aufenthaltsort. Und in beiden bleibt der Bereich zwischen Emil-Maier-Straße und Czernyring – und damit auch das Zentrum für Kreativwirtschaft, das Dezernat 16 – vom Umbau des Betriebshofs unangetastet.

Wie soll das funktionieren? Zu Recht fragt die Rhein-Neckar-Zeitung heute: „Die Fläche des Betriebshofs soll kleiner werden, der Nahverkehr aber ausgebaut werden. Wie soll das klappen?” In den Entwürfen kommen im Betriebshof nämlich 28 Bahnen und 28 Busse unter.

Was bleibt also von der tollen Alternative zur Ochsenkopfwiese? Nichts. Kein Park auf dem Dach, nicht genug Platz für die Busse und Bahnen des RNV.

Aber dafür gibt es ja Rohrbach und Wieblingen. Die RNZ schreibt weiter: „Das bedeutet, dass zusätzliche Abstellflächen im Stadtgebiet erforderlich sind – dauerhaft. Während 27 Wasserstoff-Busse künftig zwischen Wieblinger Weg und der Bundesstraße 37 parken sollen, sind für die Bahnen zwei Standorte vorstellbar: entweder östlich der Haltestelle Rohrbach Süd, wo 20 Bahnen auf einer Fläche unterkommen könnten, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Oder an der Haltestelle Berufsschule in Wieblingen, wo auf dem Gleisbaulager der RNV Platz für ebensoviele Bahnen entstehen könnte. Die Rohrbacher Variante wäre günstiger (etwa 15 statt etwa 20 Millionen Euro).”

Rohrbach soll also die Zeche zahlen für den Erhalt der Ochsenkopfwiese und des Dezernat 16. Hier meint man, über landwirtschaftlich genutzte Flächen frei verfügen zu können. Hauptsache die Vorzeige-Stadtteile können realisiert werden und man muss sich nicht mit der eigenen Klientel anlegen …

von Hans-Jürgen Fuchs

Die Rohrbacher Kerwe 2020 ist abgesagt!

Szene bei der Kerweeröffnung mit weinendem Smileysoeben erreicht mich eine Presseinformation der Stadt Heidelberg mit dem Titel „Heidelberger Herbst abgesagt – Stadt sagt Großveranstaltungen mit Ausnahme Weihnachtsmarkt ab”, aus der hervorgeht, dass auch die Kerwe in Rohrbach nicht stattfinden darf:

„Die Stadt Heidelberg sagt mit Ausnahme des Weihnachtsmarktes alle Großveranstaltungen mit mehreren tausend Besuchern bis Ende des Jahres ab. Davon betroffen sind die Angebote von Heidelberg Marketing wie der Heidelberger Herbst und die Schlossbeleuchtungen. Auch die üblichen Stadtteilfeste können in diesem Zeitraum aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden. „Die Entscheidung ist uns allen sehr schwer gefallen“, betont Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Aber alle Beteiligten brauchen Planungssicherheit. Veranstaltungen mit mehreren zehntausend Menschen und dichtem Gedränge sind weiterhin ein zu großes Risiko. Deshalb haben wir uns jetzt zu diesem Schritt entschieden.“ Auch den Weihnachtsmarkt werde es voraussichtlich nicht in der bisherigen Form geben können. „Wir hoffen jedoch, dass wir alternative Angebote machen können“, sagt Prof. Würzner.”

von Hans-Jürgen Fuchs

MOBILES JOBHAUS HASENLEISER

… heißt das Angebot der Heidelberger Dienste im Rahmen des BIWAQ-Projekts „Hasenleiser – Fit für die digitale Zukunft“ in Heidelberg. Es bietet niederschwellige Angebote

  • Individuelle Beratung und Coaching rund um die Arbeitssuche
  • Monatliche offene Sprechstunde im Ausbildungshaus, mit PC-Arbeitsplätzen und Drucker
  • (derzeit nur mit Voranmeldung möglich. Auch Personen, die noch nicht im Projekt registriert sind, können die Sprechstunde nutzen und sich auf diesem Wege über das Projekt informieren).
  • Wöchentliches Deutschtraining (verschiedene Sprachniveaus)
  • Regelmäßiges Bewerbungstraining
  • Training digitaler Kompetenzen (derzeit „Schreiben am Computer“; weitere Angebote rund um „E-Mail“ und „Behördengänge online“ sind in Planung)

Die Angebote richten sich an Arbeitssuchende und berufliche Wiedereinsteiger*innen nach der Eltern- oder Pflegezeit. Bevorzugt werden Menschen aus dem Hasenleiser in das Projekt aufgenommen, jedoch sind auch Teilnehmende aus anderen Heidelberger Stadtteilen herzlich willkommen! Die Teilnahme ist kostenlos, der Einstieg jederzeit möglich.

Interessierte können sich direkt an uns wenden:
Mareike Keppler, Heidelberger Dienste gGmbH
keppler@hddienste.de | Tel: 06221/3291852

von Hans-Jürgen Fuchs

BIWAQ-Projekt „Hasenleiser – Fit für die digitale Zukunft“

Unterstützung bei der Arbeitssuche – auch in der Corona-Krise!

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit sehr schwer. Arbeitssuchende sind verunsichert, was ihre aktuellen Chancen auf eine Beschäftigung angeht. Viele Menschen haben durch den „Lockdown“ ihre Arbeit verloren oder fürchten um ihre berufliche Existenz. Der eingeschränkte soziale Kontakt kommt erschwerend hinzu.

Das Projekt „Hasenleiser – Fit für die digitale Zukunft“ unterstützt arbeitssuchende Menschen ab 27 Jahren bei der Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche – und dabei, die persönlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Suche zu verbessern.

In „Corona-Zeiten“ bedeutet dies in verstärktem Maße, aus der sozialen Isolation herauszukommen, digitale Fähigkeiten auszubauen und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu entwickeln.

In individueller telefonischer Beratung und Coaching, Online-Schulungen und Online-Treffs unterstützt das Projektteam Teilnehmende dabei,

  • mit digitalen Tools vertrauter zu werden
  • Deutschkenntnisse zu verbessern
  • Bewerbungsunterlagen zu überarbeiten
  • sich die eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusst zu machen
  • sich beruflich zu orientieren
  • sich weiterzubilden
  • sich mit anderen auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln

Für Beratung und Coaching können individuelle Termine vereinbart werden.

Weitere aktuelle Angebote finden Sie unter der neu geschalteten Seite: www.heidelberg.de/biwaq-veranstaltungen.

Allgemeine Informationen zum Projekt finden Sie auf: https://www.heidelberg.de/biwaq4

Teilnehmen können Menschen über 27 Jahre mit Wohnsitz in Heidelberg. Die Angebote sind kostenlos.

Kontakt zum Projekt-Team: Bewerbungscoaching, Sprachtraining Deutsch, Familie & Beruf (Heidelberger Dienste)

(Online-)Schulungen Digitales/Veranstaltungsmanagement/Haushaltsnahe Dienstleistungen (Habito e.V.)

Aktuelle Jobangebote, Bewerbungscoaching (Caritasverband Heidelberg)

Das Projekt „Hasenleiser – Fit für die digitale Zukunft“ wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

von Hans-Jürgen Fuchs

Der Stadtteilverein tagte virtuell

Screenshot: Teilnehmer des virtuellen Sitzung

Treffen dürfen wir uns nicht. Sogar die Jahreshauptversammlung musste abgesagt werden. Da tagen wir halt online! Am 29.05.2020 fand die erste virtuelle Sitzung des Rohrbacher Stadtteilvereins statt. Mit guter Beteiligung und recht erfolgreich. #rorbachhältzusammen!

B 535 vierspurig?

von Hans-Jürgen Fuchs

von Hans-Jürgen Fuchs

Schon ihr Bau war heftig umstritten und nun will die Landesregierung sie sogar auf vier Spuren erweitern. Die Rede ist von der B535. In der Rhein-Neckar-Zeitung vom 15. Mai berichtet, Timo Teufert über diese Pläne. Aus den Anmeldungen des Landes für den Bundesverkehrswegeplan, die der städtische Verkehrsmanager Alexander Thewalt letzte Woche im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vorstellte gehe dies hervor. „Das Projekt wurde vom Verkehrsministerium neu in die Projektliste aufgenommen und birgt einiges an Zündstoff …”.

Bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans sei das Landesverkehrsministerium neue Wege gegangen. Ministeriumssprecherin Julia Pieper habe im Gespräch mit der RNZ erklärt, das Ministerium von Winfried Hermann (Grüne) habe ein Achsenkonzept entwickelt, das dem Plan zugrunde liege. „Dieses Konzept sieht vor, die Abwicklung des transeuropäischen Verkehrs auf den Autobahnen zu sichern, die Verkehre auf Hauptachsen zu bündeln und die Verbindungen zwischen Oberzentren zu sichern”, fährt Timo Teufert fort.

Auf Grundlage dieses Achsenkonzepts sei dann in den vier Regierungsbezirken entschieden worden, welche Projekte in den Bundesplan aufgenommen werden sollen. "In einem nächsten Schritt werden wir dann die Projekte der einzelnen Listen priorisieren und schauen, was dringlicher ist", erklärt Pieper laut Rhein-Neckar-Zeitung. Im September werde dann eine baden-württembergische Liste an das Bundesverkehrsministerium weitergereicht, das dann ebenfalls noch einmal Prioritäten setzen und die Öffentlichkeit beteiligen wolle. Voraussichtlich Ende 2015 solle der neue Bundesverkehrswegeplan durchs Kabinett gehen und dann zehn bis 15 Jahre gelten.

Verkehrsmanager Alexander Thewalt nannte laut RNZ als weiteren Grund für den vierspurigen Ausbau die hohe Verkehrsbelastung auf der Strecke: „Nach den Zahlen des Landes haben wir auf der B 3 täglich 32 000 Fahrzeuge, auf der B 535 sogar 39 000 Fahrzeuge”.

Bei den Gemeinderäten im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss sei, so Timo Teufert weiter,  die Verärgerung über die Ausbaunachricht vor allem bei Grünen und SPD groß gewesen: „Ich bin wegen der B 535 entsetzt, brachte es Irmtraud Spinnler (SPD) auf den Punkt”. Die von Thewalt vorgelegte Verkehrszählung zweifle sie an. Andere Gemeinderäte kritisierten die ungenügende und späte Einbindung. Allerdings: „Wenn nun das Thema im nächsten Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss Ende Juni besprochen wird, dürfte es aber schon zu spät sein: Die Einspruchsfrist für die Gemeinden gegen die Pläne des Landes endet heute”, schließt der RNZ-Artikel.

Die SPD-Fraktion fordert inzwischen, OB Würzner solle beim RP eine Verlängerung der Einspruchsfrist
beantragen. Die Fraktion kritisiert vor allem, dass im Stadtentwicklungs- und Verkehr am 8. 5. 2013 von Seiten der Verwaltung nicht auf eine demnächst endende Einspruchsfrist hingewiesen wurde. „Wenn nun heute die Einspruchsfrist endet”, schreibt Irmtraut Spinnler, „ist dem Gemeinderat eine Mitwirkungsmöglichkeit verbaut. Deshalb bitten wir Sie, Herr Oberbürgermeister, umgehend eine Fristverlängerung beim Regierungspräsidium zu beantragen.”

Auch wir wüssten gerne, wer uns hier von der Mitsprache ausschließt. Hat da bei der jemand Stadt geschlafen, so wie weiland bei der geplanten Erdgasleitung? Oder will die Landesregierung uns nicht hören. Eine solche Sache ohne Diskussion in den betroffenen Gemeinden anzugehen ist eigentlich ein Skandal, wenn man gleichzeitig „Bürgerbeteiligung” oder „Politik des Gehörtwerdens” propagiert!

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