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Mahnmal für ermordete Zwangsarbeiter übergeben
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Rathausplatzeröffnung
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„Freihandelsabkommen“ vs. Demokratie?
Frevel an den Ästhetik-Stelen
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Ein öffentliches Bücherregal in Rohrbach
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Rohrbacher Gruppe besuchte Ausschwitz
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Nicht durch die Windschutzscheibe …
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Ostermarkt 2015
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Jahreshauptversammlung 2015 des Stadtteilvereins
Rathausplatzeröffnung
von Hans-Jürgen Fuchs
von Hans-Jürgen Fuchs, 09.05.2015
Am 9. Mai war es endlich soweit: der Rathausplatz in Rohrbach wurde nach der Umgestaltung eingeweiht. Und endlich war auch Wasser in der Rinne. Nachdem es im Vorfeld der Eröffnung noch einigen Ärger gegeben hatte, waren dann doch die meisten Forderungen aus dem Stadtteil erfüllt worden. Und so hatten alle einen Grund zu feiern. Zur Eröffnung kamen viele Leute, obwohl die Stadt es versäumt hatte, rechtzeitig einzuladen. Eine Einladung hatten nur ausgewählte Personen erhalten, in der Presse oder auf der Website der Stadt Heidelberg war die Eröffnung nicht angekündigt. Erst am Tag der Eröffnung, am Samstag, erschien ein kurzer Artikel in der RNZ. Über die, wie soll man es nennen, zurückhaltende Informationspolitik der Stadt, hatten sich einige geärgert. Zum Beispiel die Anwohner. Die hatten ein Jahr lang die Baustelle ertragen müssen, waren aber nicht über die Einweihung informiert worden.

Aber Stadtteilverein und punker hatten über Ihre E-Mail Verteiler breit informiert und so war es bei der Eröffnung doch ziemlich lebendig. Den Stadtteilverein vertrat Karin Weidenheimer, die in ihrer Rede auf die Vorgeschichte des des Umbaus hinwies. Sie beschrieb, wie seit Jahrzehnten vor allem Eltern auf Veränderungen am Rathausplatz gedrängt hatten. Damit sollte nicht nur der alte Kern Rohrbachs aufgewertet werden, sondern vor allem auch mehr Verkehrssicherheit für Kinder und Ältere erreicht werden.
Der Platz jedenfalls wird inzwischen bestens angenommen. Am Sonntag waren alle Bänke besetzt, Kinder spielten im Bach und vor der Eisdiele stand eine lange Schlange. Rohrbachs neues Zentrum ist voller Leben ...

Am Freitag, 8. Mai 2015, 70 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde in Rohrbach im Quartier am Turm ein Mahnmal der Öffentlichkeit übergeben, das an fünf Zwangsarbeiter erinnert, die ein Jahr vor Kriegsende hier ermordet worden waren. Jahrzehntelang hatten die IG-Metall und der Anwalt Wolfgang Stather daran gearbeitet, dass damit ein Stück lokaler Geschichte bekannt gemacht wird. Das Mahnmal, dass der Bildhauer und Maler Michael Lingrên gestaltet hat weist auf das Schicksal von Aleksej Belov aus Kuznecov, Pavel Chrebor aus Trostjanc, Anatolij Bachacev aus Kiev, Nikolaj Evdokimov aus Novoderevnja, Vasilij Skorkin aus Ponory hin, fünf jungen Menschen zwischen 19 und 21 Jahren, die als Zwangsarbeiter in der Fuchsschen Waggonfabrik und bei der Graubremse arbeiten mussten. Sie waren erhängt worden, weil sie aus Hunger Lebensmittel aus einem Güterzug gestohlen hatten.


Seit Wochen bewegt der Umbau des Rathausplatzes Rohrbach die Gemüter. Es gibt grob gesagt drei Positionen: die eine Position geklagt die „Verpollerung” des Rathausplatzes. Die andere befürwortet die Poller und sieht sie als Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit im alten Kern Rohrbachs. Und die dritte Position fragt ob wir keine anderen Probleme hätten.

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